Kinder- und Jugendbuch des Monats: Die Glücksbäckerei

Mädchen liest Die Glücksbäckerei Fischer KJB
Gern gelesen: Die Glücksbäckerei

Ich habe im Nachgang der letzten Frankfurter Buchmesse Unmengen an Kinder-und Jugendbüchern gelesen und auch lesen lassen und so wird es immer weitergehen.

Ab diesem Monat präsentiere ich euch jeweils ein Buch des Monats und werde am Ende des Jahres auch den „Land-und-Kind Kinderbuch des Jahres Preis“ vergeben. Warum? Weil lange nicht alles, was unsere Kinder zum Lesen angeboten bekommen, gut ist und es auf der anderen Seite auch nicht immer ausschließlich Astrid Lindgren sein muss.

Buch des Monats Oktober – Die Glücksbäckerei von Kathryn Littlewood

Dieses Buch hat mich vom ersten Blick an angesprochen. Das Cover ist schön und es wirkt irgendwie anders. Und genau sowas suche ich. Kinder- und Jugendbücher mit Charme, Ausstrahlung und natürlich dem, was Kinder begeistert.

Die Glücksbäckerei ist die Geschichte einer Familie mit langer Tradition im Bäckerhandwerk. Allerdings backen die Eltern von Rose und ihren Geschwistern ganz besondere Naschereien. Sie haben das Rezept für Glücks-Törtchen, Wahrheitsplätzchen und auch Liebesmuffins. Und das alles in einem alten Backbuch, welches seit Generationen in der Familie Glyck weiter vererbt wird. Als dann die Eltern der Kinder verreisen müssen, beginnt eine aufregende Zeit für die Kinder und das ganze Städtchen.

Die Glücksbäckerei: CoverÜberzeugt hat mich das Buch, weil nicht nur die Idee gut ist, sondern auch die Figuren wunderbar gezeichnet. Man hat sofort ein Bild von der unsicheren Rose, die ihren Bruder beneidet, der überall im Mittelpunkt steht. Allerdings klingen die Namen der Kinder im Deutschen schon eigenartig: Rosmarin, Thymian, Basilikum, Pimpinella? Hier sind aber die Charaktere genau die Würze, die ein gutes Kinderbuch braucht.

Zum Inhalt des Kinderromans

Der Plot ist für einen Erwachsenen nicht schwer zu erahnen. Die Kinder versprechen den abreisenden Eltern, das Backbuch nicht anzurühren. Die Kinder tun es doch und dadurch entsteht ein großes Chaos. Eine dubiose verschollene Tante tritt auf und zieht einfach in das Haus mit ein … So nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Die Begebenheiten, in die die Kinder stolpern, sind so herzig und erfrischend geschrieben, dass ich so manches Mal selbst lauthals lachen musste. Es ist ein Buch, das man nicht so weg-liest wie die Endlos-Fortsetzungs-Büchlein, die man den Kindern meist anbietet, wenn sie anfangen zu lesen. Die Glücksbäckerei wird keine 34 Teile hervorbringen, dafür die Kinder aber wirklich unterhalten und es wird auch etwas hängen bleiben bei den Kids.

Ein Lesevergnügen für Kinder auf dem Leseniveau von etwa 10 Jahren. Es eignet sich hervorragend als Geschenk. Bald denken wir ja schon wieder an den Nikolaus und Weihnachten. Inzwischen sind zwei Teile der Glücksbäckerei erschienen, zum Glück für uns, denn wir wollen auf jeden Fall wissen wie es bei den Glycks weiter geht!

Das sagt das Lesekind

„Die Ideen für die Back-Rezepte sind super. So eine Halt-den-Mund-Torte hätte ich manchmal auch gern! Wie Rose die Einkäufe erledigt, ist auch toll. So viele verrückte Zutaten und die Verkäufer sind lustig. Mr. Peanut zum Beispiel, oder die Blumenhändlerin, die nicht mehr so gut sehen kann. Meine Lieblingsstelle ist „wie der Lehrer auf dem Turm die Hose runter zieht.“ Wie es dazu kommt, müsst ihr natürlich selber lesen.“

Kathryn Littlewood:
Die Glücksbäckerei – Das magische Rezeptbuch (Band 1)

Fischer/KJB, 2013.
Neuausgabe, gebunden.
352 Seiten, 12,99 Euro.
Humor Phantasie Einfallsreichtum
+++ +++ ++

Alters-/Leseempfehlung:

Ein richtig schönes Buch. Nicht nur für Mädchen. Wenn es am Ende auch spannend wird, überwiegt hier das Lachen. Das ganze Buch über wünscht man sich, dass die Familie Glyck direkt nebenan ihr Geschäft eröffnet!

 

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